Begegnung mit einem Baby..
Wie ein Baby Vorurteile beseitigen kann und Bewusstsein schafft
Dennis Aueron
4/7/20264 min read
In einem YouTube-Video habe ich kürzlich über eine Begegnung mit einem Baby und seiner Mutter berichtet. Ich habe davon erzählt, wie das Verhalten der Mutter mich gespiegelt hat. An ihrem Misstrauen in unserer Begegnung konnte ich Eigenschaften erkennen, die ich mir selbst zugestehen musste, und dadurch habe ich etwas über mich gelernt. In diesem Artikel möchte ich viel mehr auf Momente eingehen, welche sich davor ereignet haben.
Momente, in denen ich etwas vom Baby erfahren habe, Momente die überhaupt der Grund dafür waren, dass ich mit der Mutter in Kontakt gekommen bin.
Diese Momente und deren Auswirkungen sind mir erst später bewusst geworden, als ich das Erlebnis im Flugzeug Revue passieren ließ. Diese kurzen, flüchtigen Momente, die mich dazu aufgefordert haben, dem Baby zu helfen, als es zum Beispiel sein Brot fallen ließ oder das Kissen runter stupste oder versuchte, sich selbst aufzurichten im Sitz. Tatsächlich hat das Baby eine Brücke zwischen mir und der Mutter geschlagen. Das Baby weckte meine Empathie, es hat mit seinem unbewussten Engagement an meine Empathie appelliert. Ohne diese wichtigen Sequenzen wäre es niemals ein nonverbaler und letztendlich ein mehr oder weniger guter verbaler Austausch entstanden. Viel mehr noch, wäre ich mir nicht bewusst geworden, wenn das Kind nicht durch seine unbewusste Naivität dafür gesorgt hätte, dass man es Aufmerksamkeit schenkt, was von der Natur vorgesehen ist, entfaltet sich als multidimensionaler Transfer.
Jedenfalls ist es meine Interpretation und letztendlich das Ergebnis meiner Realität. Doch um die unbewusste-bewusste Aufforderung des Babys wäre meine Interpretation nicht möglich und weiter folgende interessante Ausführungen, die ich mit euch teilen möchte. Hat uns die Natur nicht doch ein nahezu perfektes Setting mit auf dem Weg gegeben, das uns als reine Unschuld begegnet, ich spreche von einem Kontakt herstellen, von Aufmerksamkeit schaffen. Von vielleicht zunächst, Baby zu Mutter, zum vielleicht wichtigsten Menschen, der uns in unserem Leben das erste Mal begegnet. Selbstverständlich kann man von natürlichen Prozessen sprechen, die unserer Lebenserhaltung dienen, aber fortgehend, ganz sicher von wichtigen Elementen, welche unserer Weiterentwicklung dienen. Die logische Konsequenz, die sich daraus ergibt, dass auf diesem Weg der Entwicklung schon in diesem frühen Stadium, oder gerade vielleicht in diesem jungen Stadium deutlich wird, welche Auswirkungen das Geschehene auf uns hat. Stoßen wir auf eine Erwiderung, stoßen wir auf Ablehnung, zum Beispiel beim Ersuchen von Aufmerksamkeit, von Kontakt? Was erfahren wir, wenn wir Dinge mehrmals einen Tisch hinunterschmeißen und jemand das etwas für uns aufhebt? Was erfahren wir mit den wenigen Bewegungen, die wir bewusst ausführen können zum Beispiel Linien auf einem Block kritzeln? Was geschieht, wenn unser Interface Erfahrungen macht, die uns lehren, uns vor etwas zu schützen, beispielsweise, dass etwas Heißes, wenn wir es anfassen, schmerzen kann? Was passiert mit den Informationen, die in unserem Gehirn abgespeichert werden, die eigentlich unserem Schutz dienen, aber die zumal ungefiltert und in einem Übermaß auf uns einprasseln?
So genannte Gewohnheiten und Paradigmen entstehen, die uns auch im späteren Alter oft mehr hinderlich sind als hilfreich, weil prägnante Erfahrungen, die schmerzlich sind, oft nur selten positiv geachtet werden. Schließlich dient unser Backup von unserem Gehirn und damit die entwickelten Gewohnheiten dazu, dass wir Energiesparen können, damit wir nicht immer alles neu abwägen oder denken müssen, beispielsweise dass wir heiße Dinge nicht einfach anfassen, weil sie schmerzlich sein können. Aber was ist mit all den anderen Dingen mit Erfahrungen, die wir überdenken sollten? Mit Erfahrung, die schmerzlich waren, aber beispielsweise als Vorurteile als Referenz zur Verfügung stehen und aber längst revidiert werden sollten, damit sie uns in dem, was wir erfahren, nicht hinderlich sind, weil sie dazu führen, dass wir uns vielen neuen und damit schönen Dingen verschließen. So entsteht ein Kontraprodukt. Und diese Kontraprodukte begegnen uns in allen Lebensbereichen, ob es privat oder beruflich ist. Was sind diese Paradigmen? Wie können Sie ausarten auf unserem Weg, Sie können nicht nur auf einen Umweg führen oder in die falsche Richtung, sondern oft auch in eine Sackgasse.
Deshalb bin ich davon überzeugt, es ist kein Zufall, dass wir, obwohl wir uns in einem anderen Beruf oder in einer anderen Beziehung mit einem anderen Partner/Partnerin befinden, oft vor den selben Problemen stehen. Ich denke, wenn wir diesen Weggabelung auf die Spur kommen, können wir wundervolles Potenzial in uns entdecken, denn bekanntlich ist auch der Weg das Ziel. Natürlich muss dem Ganzen ein Ziel vorausgesetzt werden. Nur ist das Betrachten des Weges sinnvoll, denn niemand fährt gerne im Kreis oder hat eine längere Fahrzeit dort, wo er schneller an sein Ziel kommen könnte. Mir fällt dabei meine eigene wiederholte Betrachtung auf. Ja, wir müssen lernen, uns selbst zu betrachten und das setzt voraus, dass es ein getrennt sein gibt von dem, was man betrachtet und den Betrachter. Ich finde den Begriff des Egos sehr passend, da es Allgemein verständlicher ist, wenn man vom Ego spricht. So entsteht schon in den meisten Kontexten ein Betrachter, der das Ego betrachtet, und dabei ist das Ego oft eine Gewohnheit, Eigenart, Eigenschaft von uns. Und darin liegt für mich der Schlüssel. Wir müssen ein getrennt sein, erfahren und bewusst schaffen können, um eine Kohärenz zu schaffen. Das ist auch einer meiner Kernelemente in meinem Paraguay-Seminar. Falls Sie das interessiert, können Sie gerne weitere Informationen per Mail dazu anfordern. Die Situation, im Flugzeug mit der Mutter und ihrem Kind, hat mir diese Betrachtung beschehrt, beziehungsweise das, was ich jetzt weiß und hiermit nieder geschrieben hab ist dadurch entstanden. Im Prinzip weiß ich nun mehr darüber, was ich über die Begegnung denke. Also ist ein „mehr Wissen“ entstanden, ein bewusst werden. Ich denke, alles im Leben ist ein Sich-selbst-erfahren und ein Sich-selbstbewusst-werde, und ich freue mich, wenn ich das durch meine Interpretation nahelegen konnte und sie damit zum Nachdenken angeregt habe.
